Bilder kompremieren … den letzten Byte herausholen

Gut, bei den meisten Blogs und Webseiten ist die Größe der Bilder nicht entscheidend. Wer eher privat blogt und wer daher eher weniger Besucher hat, dem kann es gleich sein, ob ein Bild nun 50, 100 oder 200 kb hat oder ob man es mit Kompremierung auf 12 Kilobyte runter bekommen könnte. Wer aber viel Wert auf Geschwindigkeit einer Webseite legt oder sogar Geld mit dieser Webseite verdienen muss, der kommt um das Thema Geschwindigkeit und Userfreundlichkeit einfach nicht herum. Und bei der Geschwindigkeit einer Seite kann man eben auch bei der Bildgröße ansetzen.

Wer sich hier nur auf Bildbearbeitungsprogramme verlässt, die vor allem das Ziel haben, das die Bilder gut aussehen, verschenkt einiges an Bytes, die man sparen kann.

Ein wirklich gutes Online Tool (und das noch kostenlos), das wirklich noch den letzten Byte an Ersparnis heraus holt, ist Compress Or Die. Kompremiert werden können JPG, PNG, GIF und OBJ.

Einfach oben rechts auf das gewünschte Format klicken, in meinem Fall wäre das JPG und das zu komprimierende Bild hochladen.

Ich bearbeite Bilder mit Photoshop Elements (mehr als Bilder ausschneiden, mal eine Schrift rein brauche ich eigentlich nie). Und da gibt es auch die Funktion fürs Web speichern. hier hat man die Auswahl zwischen gute, mittlere und niedrige Qualität für das Bild.

Hier mal das Bild vom Leuchtturm in Maspalomas auf Gran Canaria:

Masplaomas nur gespeichert, ziemlich hohe Qualität. 876 kb.

Masplaomas nur gespeichert, ziemlich hohe Qualität. 876 kb.

Maspalomas Mittlere Qualität 109 kb.

Maspalomas Mittlere Qualität 109 kb.

 

Maspalomas in niedriger Qualität gespeichert, 65 kb.

Maspalomas in niedriger Qualität gespeichert, 65 kb.

Richtig viel spart man natürlich, wenn man Bilder gleich in der richtigen Größe abspeichert und auch einbindet. Die Bilder hier haben eine Breite von 1200 Pixel, nötig wären aber sicherlich nur 600 pixel gewesen, damit wären die Bilder bei der Dateigröße sicherlich gleich auf ein Viertel geschrumpft.  Auch das kann das Tool und zwar unter dem Punkt Preprocessing.

Bei Kompression habe ich nun mit Brightness und Farb Qualität rumgespielt und dann dieses Ergebnis erhalten:

Maspaloma Compress or Die - 74 kb.

Maspaloma Compress or Die – 74 kb.

 

Bei den letzten beiden Bildern sieht man allerdings schon leichte Querstreifen im Himmel. Wenn das Bild vor allem der Illustration dient, ist das aber ok. Aber am meisten würde man hier wirklich sparen, wenn man die Größe ändert (was auch mit dem Online Tool funktioniert):

Kompression wieder 60 bzw. 30 Prozent, und nur noch 600×396 Pixel groß:

Compress or Die, nur noch 600x396 px 22,34 kb.

Compress or Die, nur noch 600×396 px 22,34 kb.

HIer geht es zum kostenlosen Online Tool Compress or Die.

Mein Fazit: Für die meisten Webseiten reicht mein Photoshop Elements aus. Da ich darin eh die Bilder bearbeite, benötige ich den Umweg über das extra Online Tool nicht. Bei Projekten, wo ich auf jeden Byte gucken muss, werde ich aber sicherlich mal besonders große Bilder dort durchlaufen lassen. Denn das Bild hat noch eine Funktion, die ich hier gar nicht getestet habe. Wenn man Bilder von Menschen hat, dann ist es bei diesen besonders wichtig, das die Augen möglichst gut zu erkennen sind. Bei dem Compress or Die Tool kann man Bereiche auf Bildern definieren, die nicht kompremiert werden sollen. Das kann natürlich schons ehr praktisch sein.

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